Nord-Süd-Trail Tag 8

Hennings Geburtstag

Heute ist Hennings Geburtstag und wir werden in der Schutzhütte im Wald durch Regen geweckt.

Ich habe ihm gestern heimlich ein paar Süßigkeiten und Chips als Geburtstagsgeschenk gekauft. Er hat es tatsächlich nicht mitbekommen, obwohl er drei mal die Tüte mit den Chips in der Hand hatte. Wir sammeln unseren Müll unterwegs immer in Hundekotbeuteln, die hier an jeder Ecke aushängen. Die kleine Tüte Chips hatte ich auch zur Tarnung in so eine Tüte gesteckt, damit er sie in dem Netz vom Rucksack nicht gleich sieht.

regnerischer Morgen am See

Henning freut sich riesig über die kleine Geste und ahnt ja nicht, dass in der Packstation in Eckernförde nicht nur mein Tripod, sondern auch ein richtiges Geschenk auf ihn wartet.

Ansonsten ist die Wanderung heute sehr schön und wechselt zwischen Feldern und Wald. Allerdings bin ich durch die lange Wanderung gestern total fertig. Ich schlafe nachts auch noch immer nicht besonders gut. Ich habe nach kurzer Zeit liegen schon Rückenschmerzen und bei jeder Drehung werde ich wach.

Aber es nützt ja nichts. Ich will heute noch nach Eckernförde, um Henning das Geschenk geben zu können. Bis da hin ist es eine ganz schöne Strecke. Ich schätze mal, wieder über 30 km.

Nach etwa 6 km haben wir eine weitere Kleinigkeit zu feiern, wir erreichen den nächsten km-Marker. Somit haben wir 1/3 der Strecke geschafft, die wir uns vorgenommen haben.

200 km vom NAST geschafft

Auf der Hälfte etwa gibt es einen kleinen Supermarkt, in dem wir noch einmal ein paar Dinge besorgen wollen und vor allem Wasser. Wir versuchen, so wenig Wasser wie möglich mit uns zu schleppen, da wir in den ersten Tagen immer viel zu viel hatten. Da wir ständig an Supermärkten vorbei kommen, reichen oft 2 statt 4 Flaschen á 0,75 L. Aber ausgerechnet heute ist Samstag und der Supermarkt in dem Dorf macht zwei Stunden vor unserer Ankunft schon zu. Also kein Wasser mehr. Und Flüsse gibt es hier kaum. Bei uns in der Eifel kann man alle paar km Wasser Filtern. Hier gibt es nur die Gräben zwischen den Feldern und an Kuhweiden. Da würden wir nur im absoluten Notfall drauf zurückgreifen.

Aber wir haben Glück. Am Gebäude der freiwilligen Feuerwehr entdecken wir einen Wasserhahn, der sogar den Drehschlüssel aufstecken hat. Die sind nämlich oft entfernt in den Dörfern. Hier haben wir aber Glück.

Henning beim Filtern vom Wasser an der Feuerwehr

An der nächsten Schutzhütte legen wir dann eine Pause ein und beschließen, uns ein Mittagessen zu kochen. In Eckernförde gibt es einen Rewe und der hat bis 22 Uhr geöffnet. Also können wir dort noch mal einkaufen. Und da ist auch die Packstation.

Die warme Mahlzeit gibt uns wieder Kraft für den restlichen Tag, auch wenn mir mittlerweile von der Hüfte abwärts alles weh tut.

Ich bin echt froh, als wir endlich Eckernförde, den Rewe, die Packstation erreichen und uns im Anschluss hinter Eckernförde nach über 34 km einen Schlafplatz in der Nähe eines Kletterparks suchen. Ich bin mal wieder fix und fertig.

Gewanderte km: 34,1

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